Ausgangssituation
Der Kunde betreibt seit 2021 einen Onlineshop auf Shopware 6. Trotz kontinuierlicher Investitionen stagniert der Umsatz. Gleichzeitig steigen die monatlichen Aufwendungen für Wartung, Support & Weiterentwicklung weiter an. Der stationäre Handel (10 Filialen) ist nicht mit dem Onlineshop verknüpft.
Zentrale Herausforderungen
- Hohe laufende IT- & Wartungskosten
- Keine spürbare Umsatzsteigerung seit Launch
- Technische Komplexität & hoher Abstimmungsaufwand
- Keine saubere Verknüpfung von Online- und Offline-Handel
- Eingeschränkte Skalierbarkeit
- Abhängigkeit von externer Entwicklungsleistung
„Ist ein Wechsel zu einem handlichen, wartungsärmeren System sinnvoll – das Wachstum ermöglicht statt Ressourcen zu binden?"
Lösungsansatz
Die Migration sollte nicht nur technisch erfolgen, sondern vor allem auch strategisch. Der Kunde sollte seinen Shop künftig selbstständig und ohne dauerhafte externe Unterstützung bedienen können.
- 1Die laufenden IT- und Wartungskosten sollten deutlich reduziert werden.
- 2Durch eine bessere Benutzerführung sollte sich die Conversion-Rate steigern und damit der Umsatz wachsen.
- 3Online-Shop und stationäres Geschäft sollten enger miteinander verbunden werden.
- 4Die Sichtbarkeit in Suchmaschinen sollte nachhaltig verbessert werden.
- 5Die neue Lösung sollte zukunftssicher sein und weiteres Wachstum problemlos ermöglichen.
Herausforderungen im Detail
Bereits individuell entwickelte Funktionalitäten sollten erhalten bleiben, jedoch so umgesetzt werden, dass sie künftig vom Kunden eigenständig verwaltet werden können. Auf zusätzliche externe Apps wurde weitestgehend verzichtet, um laufende Kosten dauerhaft zu reduzieren.
Zum Projektstart existierte noch keine Schnittstelle zwischen Shopify und der eingesetzten Warenwirtschaft (Hiltes). Daher musste zunächst eine technische Lösung konzipiert, abgestimmt und sauber integriert werden (Globalsys Omnichannel Suite).
Zusätzlich kam hinzu, dass das Warenwirtschaftssystem nicht alle Bestelldaten aus Shopware 6 vollständig abgeglichen hatte. Aus diesem Grund mussten sämtliche Bestellungen inklusive Stornos sowie des aktuellen Zahlungsstatus konsistent nach Shopify migriert werden.
Als Marke hat LINUS einen hohen Anspruch an die Produktdarstellung. Die vorhandenen Stammdaten gingen deutlich über den Standard hinaus und mussten im Rahmen der Migration nicht nur übertragen, sondern auch strukturiert und sinnvoll in die neue Shop-Architektur integriert werden – insbesondere für Suche, Navigation, Filterlogik und die Darstellung auf der Produktdetailseite.
Neben dem Onlineshop betreibt LINUS 10 stationäre Filialen. Diese sollten vollständig in das neue System eingebunden werden – sowohl als eigenständige Lagerstandorte als auch als Abholorte im Rahmen von Click & Collect.
Umsetzung
Die Migration von Shopware 6 zu Shopify war weit mehr als ein technischer Systemwechsel – sie war eine strategische Neuausrichtung des gesamten E-Commerce-Setups.
Innerhalb von acht Monaten wurde ein komplexes, kostenintensives System in eine skalierbare Omnichannel-Infrastruktur überführt. Individuell entwickelte Funktionen blieben erhalten, wurden jedoch so umgesetzt, dass sie künftig eigenständig vom Kunden verwaltet werden können. Durch den bewussten Verzicht auf zusätzliche Apps konnten laufende Kosten und technische Abhängigkeiten deutlich reduziert werden.
Parallel wurde eine neue ERP-Anbindung (Hiltes in Verbindung mit der Globalsys Omnichannel Suite) konzipiert und integriert, historische Bestell- und Zahlungsdaten konsistent migriert sowie die umfangreichen Produktstammdaten strukturiert in eine leistungsfähige Shop-Architektur überführt. Die zehn stationären Filialen wurden vollständig angebunden – als Lagerstandorte und Click-&-Collect-Punkte – und damit erstmals nahtlos mit dem Onlineshop verknüpft.
Durch die optimierte Benutzerführung, die conversion-starken Produktdetailseiten, die verbesserte Performance (bestandene Core Web Vitals) und gezielte SEO-Maßnahmen entstand ein Setup, das nicht nur technisch stabil, sondern vor allem wirtschaftlich wirksam ist.
Aus einem stagnierenden Shop mit steigenden IT-Kosten wurde eine zukunftssichere, wachstumsorientierte Plattform, die Online- und Offline-Handel verbindet, interne Ressourcen entlastet und nachhaltiges Wachstum ermöglicht.
Ergebnis
Acht Monate nach Projektstart steht ein wartbarer, skalierbarer Shop, den der Kunde eigenständig betreibt. Umsatz und Bestellungen liegen im Referenzmonat Januar 2026 +42% über dem Vorjahreszeitraum, die organische Sichtbarkeit stieg um ca. 20% gemessen zwei Monate nach dem GoLive und die Core Web Vitals werden bestanden.


